Das größte Emissionspotenzial steckt oft in der Herstellung, also im gebundenen Kohlenstoff von Stahlgestellen, Aluminium, Schaumstoffen und Laminaten. Wenn wir vorhandene Möbel aufarbeiten, vermeiden wir genau diesen Aufwand ein zweites Mal. Studien berichten erhebliche Einsparungen gegenüber vollständiger Neuanschaffung, je nach Produktart und Zustand. Zusätzlich sinkt das Abfallaufkommen deutlich, weil weniger Materialien entsorgt werden müssen. Werden Teile sortenrein getrennt, lassen sich Restfraktionen besser recyceln. So entsteht ein Kreislauf, der Ressourcen schützt, Emissionen reduziert und gleichzeitig den Blick auf Qualität über kurzfristige Trends hinaus lenkt.
Die Gesamtkosten betragen mehr als den Kaufpreis: Transport, Montage, Ausfallzeiten, Lagerflächen und Abschreibungen summieren sich. Aufarbeitung senkt diese Posten, weil vorhandene Maße, Einbauten und Arbeitsabläufe erhalten bleiben. Zudem können Wartungsverträge planbare Budgets schaffen, während Gebrauchtteile‑Pools Verfügbarkeit sichern. Restwerte steigen, wenn Produkte modular aufgebaut sind und dokumentiert gepflegt werden. Für Finanzabteilungen entsteht Transparenz: statt sporadischer Großinvestitionen entstehen kontinuierliche, steuerbare Programme. Damit werden Nachhaltigkeitsziele nicht zu Zusatzkosten, sondern stützen Produktivität, Employer Branding und das Risiko‑Management in volatilen Beschaffungsmärkten.
All Rights Reserved.